Fußballturnier ohne Schiedsrichter setzt Zeichen gegen Rassismus in Bergisch Gladbach
Gerhart HenckFußballturnier ohne Schiedsrichter setzt Zeichen gegen Rassismus in Bergisch Gladbach
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit einzigartigem Fußballturnier
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem besonderen Fußballturnier zu Ende. Unter dem Motto "Kick gegen Rassismus" trafen sich neun Mannschaften unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Nationalitäten. Statt Schiedsrichter zu bestellen, setzten die Spieler auf Fairplay und gegenseitigen Respekt, um die Spiele zu leiten.
Veranstaltet wurde das Turnier vom "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt in Bergisch Gladbach", das sich für eine inklusive und solidarische Gemeinschaft einsetzt, in der Unterschiede gefeiert statt gespalten werden. Die Aktion war Teil der jährlichen Internationalen Wochen gegen Rassismus, einer Initiative des Deutschen Instituts für Menschenrechte.
Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz verzichtete das Turnier bewusst auf klassische Wettbewerbsstrukturen: Es gab weder Pokale noch Medaillen. Stattdessen erhielt jedes Team ein symbolisches Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus". Im Mittelpunkt stand nicht der Sieg, sondern der Zusammenhalt – am Ende belegte IGMG Bergisch Gladbach e.V. den ersten Platz.
In ganz Deutschland beteiligten sich mindestens neun Städte und Landkreise an der Kampagne 2026. Von Mitte bis Ende März fanden in Orten wie Pfaffenhofen an der Ilm, Ingolstadt sowie in verschiedenen Berliner und Hamburger Stadtteilen eigene Veranstaltungen statt. Das Programm reichte von Sportangeboten – darunter Fußballspiele mit Vereinen wie dem FC Ingolstadt 04 – bis hin zu kulturellen Formaten wie Konzerten, Workshops und Ausstellungen. Alle Aktionen hatten das Ziel, Rassismus entgegenzutreten und Vielfalt zu fördern.
Besonders hervorzuheben war in Bergisch Gladbach der Verzicht auf Schiedsrichter. Die Organisatoren wollten die Spieler damit in die Verantwortung nehmen, fair zu agieren – eine klare Botschaft, dass Respekt und Solidarität wichtiger sind als der Wettbewerb.
Das "Kick gegen Rassismus"-Turnier bildete den Abschluss einer Veranstaltungsreihe, die sich gegen Diskriminierung einsetzt. Indem das Bündnis Schiedsrichter durch Vertrauen und Pokale durch Banner ersetzte, setzte es ein deutliches Zeichen für die Werte, die es vertritt. Die Initiative spiegelte zudem eine bundesweite Bewegung wider: In vielen deutschen Städten fanden ähnliche Aktionen statt, um Inklusion und Zusammenhalt zu stärken.






