24 April 2026, 10:36

Fünf undokumentierte Arbeiter bei Razzia in Gladbeck aufgedeckt – Ermittlungen wegen Schwarzarbeit laufen

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern an Maschinen, Metallstangen und Polen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Fünf undokumentierte Arbeiter bei Razzia in Gladbeck aufgedeckt – Ermittlungen wegen Schwarzarbeit laufen

Bei einer Routinekontrolle am 22. Oktober 2025 deckten Behörden in Gladbeck fünf undokumentierte Arbeiter auf. Zollbeamte und Ausländerbehörden durchsuchten eine Baustelle für Glasfaserinstallationen, woraufhin gegen die Männer wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt und Schwarzarbeit strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet wurden.

Die Kontrolle wurde gemeinsam vom Hauptzollamt Dortmund und dem Ausländeramt Gladbeck durchgeführt. Dabei wurden fünf Männer – vier usbekische und ein turkmenischer Staatsbürger – ohne gültige Visa oder Aufenthaltstitel angetroffen. Einer der Usbeken war bereits früher in Deutschland wegen illegalen Aufenthalts auffällig geworden.

Nach deutschem Recht benötigen usbekische und turkmenische Staatsangehörige ein Visum oder einen nationalen Aufenthaltstitel, um sich in Deutschland aufhalten oder arbeiten zu dürfen. Da die fünf Verdächtigen keine entsprechenden Papiere vorlegen konnten, wurden sie vorläufig von den Zollbeamten festgehalten und anschließend an die Ausländerbehörde zur weiteren Bearbeitung übergeben.

Der Arbeitgeber, ein in Polen ansässiges Unternehmen, steht nun unter Verdacht, gegen die Regeln der Arbeitnehmerentsendung verstoßen zu haben. Bei Verstößen gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, das Mindestlohngesetz, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz oder das Arbeitsschutzkontrollgesetz in der Fleischwirtschaft können Bußgelder von bis zu 500.000 Euro verhängt werden. Strafen ab 200 Euro werden zudem im Gewerbezentralregister eingetragen.

Die Verdächtigen befinden sich weiterhin in Gewahrsam der Ausländerbehörde, die über ihren weiteren Verbleib in Deutschland entscheiden wird. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen gegen den Arbeitgeber wegen der mutmaßlich illegalen Beschäftigung der Arbeiter weiter.

Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung von Arbeits- und Einwanderungsgesetzen in Deutschland. Den fünf Männern droht die Abschiebung, während dem Arbeitgeber bei einer Verurteilung wegen Verstößen gegen die Vorschriften hohe Geldstrafen drohen. Über den Ausgang der laufenden Ermittlungen haben die Behörden bisher keine Angaben gemacht.

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