Haarschnittpreise sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren – doch die Branche kämpft ums Überleben
Friseurpreise in Deutschland steigen stark – doch die Branche schrumpft
In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland deutlich gestiegen. Bis September 2025 hatten sich die Preise für Damenhaarschnitte um 28 Prozent erhöht, während Männer- und Kinderhaarschnitte im Vergleich zu 2020 sogar um 31 Prozent teurer wurden. Hinter dem Anstieg stehen höhere Löhne, explodierende Energiekosten und die allgemeine Inflation.
Doch die Branche selbst befindet sich im Rückgang. Zwar belief sich der Umsatz 2024 noch auf 7,67 Milliarden Euro, doch sinkende Kundenzahlen und weniger Termine deuten auf einen Rückgang im Jahr 2025 hin.
Das Friseurhandwerk verzeichnet seit Jahren einen stetigen Niedergang. Zwischen 2014 und 2023 sank die Zahl der Auszubildenden von 23.540 auf nur noch 13.509. Dennoch stellen Männer mittlerweile über ein Drittel der Berufseinsteiger. Die Gesamtzahl der Beschäftigten ging leicht zurück: 2024 arbeiteten knapp 150.000 Menschen in Salons und Barbiershops – rund 300 weniger als im Vorjahr.
Aktuell gibt es in Deutschland 80.363 eingetragene Friseurbetriebe. Barbiershops, die oft günstiger sind als traditionelle Salons, machen etwa ein Fünftel davon aus. Dieser Wandel hat den Wettbewerb verschärft, insbesondere in Städten, wo preiswerte Haarschnitte kunden mit begrenztem Budget anziehen.
Die Preise variieren je nach Region stark. Ein Standard-Damenhaarschnitt inklusive Wäsche und Föhnen kostet im Schnitt 54 Euro, während Männer etwa 33 Euro zahlen. Umfragen zeigen, dass 28 Prozent der Deutschen zwischen 15 und 29 Euro pro Besuch ausgeben, 20 Prozent liegen bei 30 bis 49 Euro. Die steigenden Kosten spiegeln nicht nur die Inflation wider, sondern auch höhere Ausgaben für Materialien, Mieten und Personalkosten.
Die Herausforderungen der Branche sind deutlich: weniger Auszubildende, sinkende Kundenzahlen und steigende Betriebskosten. Da der Umsatz 2025 voraussichtlich weiter zurückgehen wird, müssen Salons und Barbiershops sich an knappe Budgets und veränderte Verbrauchergewohnheiten anpassen. Für viele Haushalte bleibt der Haarschnitt vorerst eine spürbare Ausgabe.






