25 May 2026, 02:26

Florentina Holzingers Pfingst-Spektakel revolutioniert Wiens Performance-Kunst

Florentina Holzingers 'Pentecost Spiel' mit Tauben des Friedens und Monster Trucks

Florentina Holzingers Pfingst-Spektakel revolutioniert Wiens Performance-Kunst

Ein gewagtes Pfingst-Spektakel von Florentina Holzinger beherrschte vergangenes Wochenende Wien

Die avantgardistische Performance begann im Wiener Eislaufverein, bevor sie nach Schloss Prinzendorf verlegt wurde – jenem historischen Ort, an dem Hermann Nitsch einst sein Orgien-Mysterien-Theater inszenierte. Das Publikum erlebte eine kühne Mischung aus extremer Körperlichkeit, Technologie und symbolträchtigem Erzähltheater.

Den Auftakt bildete ein atemberaubendes Bild: Eine nackte Frau ließ sich von der Fassade des Hotels Intercontinental abseilen. Diese Hommage an Trisha Browns Performance von 1970 setzte den Ton für Holzingers Neuinterpretation des Erbes der Wiener Aktionisten. Der erste Akt entfaltete sich im Wiener Eislaufverein, wo Holzinger mit ihrem rein weiblichen Ensemble ein radikales „Letztes Abendmahl“ im Burghof inszenierte. Einige Performerinnen hingen dabei an Haken, die unter ihrer Haut befestigt waren.

Der zweite Teil führte die Zuschauer nach Schloss Prinzendorf, Nitschs spirituellem Zentrum. Hier verband Holzinger Spektakel und Symbolik auf eindrucksvolle Weise: Ein Monstertruck zermalmte ein hölzernes Panzer-Modell – ein Friedensappell, während ein Fallschirmspringer in einem taubenbekrönten Anzug wie der Heilige Geist vom Himmel schwebte. Zuvor hatten Drohnen eine gekreuzigte Performerin mit roter Farbe besprüht, eine Anspielung auf Nitschs „Malaktionen“, jedoch aus weiblicher Perspektive.

Die Aufführung integrierte Autos, ein Motorrad und sogar einen Fallschirmsprung – eine Verschmelzung von roher Körperlichkeit und Hightech-Elementen. Den Abschluss bildeten Holzinger und ihr Ensemble, die sanft in der Luft schwebten, ein ruhiger Kontrast zur Intensität des Abends.

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Holzingers Werk besetzte Räume neu, die traditionell von männlichen Künstlern dominiert wurden, und bot eine feministische Antwort auf die Wiener Aktionisten. Die Verbindung aus extremer Performance, Technologie und symbolischen Gesten hinterließ bei den Zuschauern einen bleibenden Eindruck. Das Ereignis setzte ein kühnes Statement in der zeitgenössischen Performance-Kunst.

Quelle