01 April 2026, 00:27

Dortmunds Ethikkommission für Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig

Ein Bild von Männern, die auf einem Feld mit einem Netz, Bäumen, einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund Fußball spielen, mit dem Text "Football Incidents Charged Through Association" unten.

Dortmunds Ethikkommission für Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig

Dortmunds Ethikkommission für Großwildjagd liegt seit über einem Jahr auf Eis. Mit der bevorstehenden Messe Jagd und Hund wächst der Druck auf die Stadtspitze, die blockierte Kommission wiederzubeleben. Die 2023 eingerichtete Gruppe sollte eigentlich ethische Bedenken bei Jagd-Safaris und deren Auswirkungen auf den Artenschutz prüfen – doch von ihrer Arbeit fehlt jede Spur. Ursprünglich war die Kommission damit beauftragt, zu bewerten, ob der Verkauf afrikanischer Jagdreisen auf der Messe vertretbar ist. Zudem sollte sie untersuchen, wie sich solche Praktiken auf den Wildtierschutz auswirken. Doch seit ihrer Gründung fand kein einziges Treffen statt, und die Stadt gibt zu, dass die Dokumentation lückenhaft ist. Vor der anstehenden Jagd und Hund verschärft sich die Kritik. Grüne, SPD, Linke und kleinere Fraktionen fordern, die Kommission noch vor der Sommerpause wieder zusammenzurufen. Die CDU zeigte sich beim Zeitpunkt flexibel, während die AfD die Kommission rundweg ablehnt. Bürgermeister Thomas Westphal bestätigte kürzlich, dass keine offiziellen Protokolle oder Arbeitsnachweise der Gruppe auffindbar seien. Das Thema gewann an Brisanz, nachdem Botswanas Angebot aus dem Jahr 2022, Elefanten an Deutschland zu verschenken, gescheitert war. Seither gab es weder Änderungen in der Bundespolitik noch in der Haltung anderer Städte zu kommerziellen Großwildjagden. Die Rückkehr der Messe zwingt Dortmund nun, die lange Untätigkeit der Kommission zu thematisieren. Ohne klare Unterlagen oder Fortschritte muss die Stadt entscheiden, ob sie die Gruppe reaktiviert oder endgültig aufgibt. Die Entscheidung könnte prägen, wie die Jagd und Hund künftig mit ethischen Fragen umgeht.

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AKTUALISIERUNG

Jagd & Hund 2026 Concludes Without Ethical Oversight

The 2026 Jagd & Hund fair ran from 27 January to 1 February with over 700 exhibitors. Key details:

  • The event proceeded without any formal input from Dortmund's stalled ethics commission.
  • No records exist of the commission reviewing hunting safari practices during this period.
  • The 2027 edition is already scheduled for 2-7 February, raising questions about long-term oversight.