Dortmund trennt sich von Brandt, Süle und Özcan – radikaler Kaderumbruch beginnt
Gerhart HenckDortmund trennt sich von Brandt, Süle und Özcan – radikaler Kaderumbruch beginnt
Borussia Dortmund setzt im Sommer auf radikale Veränderungen im Kader. Der Verein hat beschlossen, die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht zu verlängern – ein klares Signal für einen strategischen Neuanfang. Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung, bezeichnet diese Schritte nicht als Rückschläge, sondern als Chancen.
Die Entscheidungen folgen auf Kritik, der zufolge Dortmund in der Vergangenheit oft zu zögerlich bei personalpolitischen Weichenstellungen agiert habe. Nun, mit den bestätigten Abgängen, treibt der Klub eine längst fällige Umstrukturierung voran.
Die offizielle Bestätigung erfolgte über Instagram: Brandt, Süle und Özcan werden den Verein nach Ablauf ihrer Verträge verlassen. Süle, der 2022 ablösfrei vom FC Bayern München gekommen war, bestritt 108 Spiele, konnte die hohen Erwartungen trotz eines stattlichen Gehalts jedoch nicht erfüllen. Medien wie 11Freunde begrüßen die personellen Konsequenzen als überfälligen Schritt nach vorn.
Zuvor war dem Verein immer wieder Vorwurf der Entscheidungsunfähigkeit gemacht worden, insbesondere im Umgang mit Leistungsträgern, die ihre Ansprüche nicht erfüllten. Der nun klare Kurs markiert einen Bruch mit dieser Tradition. Gleichzeitig soll Kapitän Emre Can, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, ein neues Vertragsangebot erhalten.
Cramer präsentiert die Kaderentscheidungen als Gelegenheit für einen selbstbewussten Neubeginn. Seine Führung setzt auf Mut und Zuversicht – ein Kontrast zu früherer Zögerlichkeit. Die Abgänge schaffen zudem Spielraum für Neuzugänge, auch wenn die Zukunft von Nico Schlotterbeck weiterhin ungewiss bleibt.
Mit dem Weggang von Brandt, Süle und Özcan werden Gehaltsbudget und Kaderplätze für frisches Talent frei. Die entschlossenere Haltung Dortmunds stößt bei Fans und Medien auf Zustimmung. Während Can voraussichtlich bleibt, konzentriert sich der Verein nun darauf, für die kommende Saison ein schlagkräftigeres Team zu formen.






