Deutschlands Handballer siegen spektakulär 41:38 gegen Ägypten zum WM-Auftakt
Jacob FiebigDeutschlands Handballer siegen spektakulär 41:38 gegen Ägypten zum WM-Auftakt
Deutschlands Handballer starten mit packendem 41:38 gegen Ägypten in Testserie
Die deutsche Handballnationalmannschaft hat eine zweispielige Testserie mit einem spektakulären 41:38 (21:18)-Sieg gegen Ägypten in Dortmund eröffnet. Vor 10.732 Zuschauern in der ausverkauften Arena und live bei ProSieben boten beide Teams ein temporeiches Offensivspektakel mit insgesamt 79 Toren. Während die deutsche Attacke glänzte, offenbarten sich gleichzeitig defensive Schwächen.
Die DHB-Auswahl begann furios und setzte sich mit schnellen Kontern ab. Eine 6:1-Serie, angeführt von Juri Knorr, bescherte dem Team früh eine dreitore Führung. Trotz einiger Abwehrfehler behielt die Mannschaft dank ihrer treffsicheren Offensive die Oberhand.
In der zweiten Halbzeit war Knorr der entscheidende Mann: Innerhalb von weniger als zehn Minuten traf er fünfmal und baute den Vorsprung weiter aus. Mit neun Toren endete er als bester Werfer der Deutschen. Bundestrainer Alfred Gislason räumte im Anschluss ein, dass sein Team bis zum nächsten Aufeinandertreffen defensiv noch zulegen müsse.
Der Erfolg fiel genau 300 Tage vor der Heim-WM im Januar 2025. Das zweite Testspiel gegen Ägypten findet am Sonntag in Bremen statt.
In den vergangenen drei Jahren hat die deutsche Mannschaft im Vergleich zur europäischen Spitze an Schlagkraft eingebüßt. Bei der WM 2023 belegte das Team Platz 8, bei der EM 2024 Rang 5, und bei den Olympischen Spielen 2024 schied es im Viertelfinale aus. Während die Abwehr um Spieler wie Andersson und das Torhüterspiel weiterhin stabil sind, hemmen offensive Unbeständigkeit und mangelnde Kadertiefe die Leistungen gegen Top-Nationen wie Dänemark, Frankreich oder Schweden.
Der Sieg stimmt nevertheless positiv für die anstehende Heim-WM. Knorrs Treffsicherheit und das offensive Tempo könnten sich als wichtige Trumpfkarten erweisen. Doch nur mit einer verbesserten Defensive wird das Team im Januar ernsthaft um die Medaillen mit den besten Mannschaften Europas mitspielen können.






