17 April 2026, 18:34

Cyberbedrohungen bleiben akut – doch Unternehmen rüsten sich besser auf

Ein kreisförmiges Wortwolken-Diagramm mit "Information Security" in verschiedenen Sprachen, angeordnet nach Größe und Farbe von hellblau bis dunkelblau, das seine Bedeutung in Geschäftsprozessen hervorhebt.

Cyberbedrohungen bleiben akut – doch Unternehmen rüsten sich besser auf

Eine neue Umfrage unter 175 IT-Experten zeigt, dass Cyberbedrohungen für Unternehmen weiterhin ein großes Problem darstellen. Die vom Eco-Verband durchgeführte Erhebung ergibt, dass 88 Prozent der Befragten die aktuelle Bedrohungslage als hoch oder sehr hoch einstufen. Dennoch rüsten viele Firmen ihre Abwehrmaßnahmen auf – mit besserer Planung und moderner Technologie.

Laut der Studie verfügen mittlerweile 60 Prozent der Unternehmen über Notfallpläne für IT-Sicherheitsvorfälle, weitere 16 Prozent arbeiten daran. Auch Schulungen für Mitarbeiter stehen hoch im Kurs: 60 Prozent der Firmen führen regelmäßig Trainings durch, 19 Prozent bieten gelegentlich Workshops an. Diese Maßnahmen scheinen sich auszuzahlen – keines der von Ransomware betroffenen Unternehmen zahlte Lösegeld, was auf ein gestärktes Krisenmanagement hindeutet.

Ransomware bleibt mit 6,4 Prozent betroffener Unternehmen die größte Gefahr, dicht gefolgt von CEO-Betrug mit 6,3 Prozent. Um diesen Risiken zu begegnen, planen fast die Hälfte der Firmen, ihre IT-Sicherheitsbudgets aufzustocken. Davon wollen 5,1 Prozent die Ausgaben deutlich erhöhen, 42,3 Prozent zumindest moderat.

Künstliche Intelligenz (KI) wird sowohl als Risiko als auch als Werkzeug wahrgenommen: Über 93 Prozent der Befragten erwarten, dass KI Cyberbedrohungen verschärfen wird. Gleichzeitig setzen bereits 39,4 Prozent KI ein, um ihre Abwehr zu stärken. Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im Eco-Verband, betont die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes – mit Prävention, Mitarbeiterschulungen und KI-gestützten Lösungen.

Während 56,5 Prozent der IT-Experten die Sicherheit ihres eigenen Unternehmens als "gut" oder "sehr gut" bewerten, halten 75,6 Prozent die deutsche Wirtschaft insgesamt für schlecht auf große IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Die Verschlüsselung von Daten und Kommunikation sowie E-Mail-Sicherheit werden als dringendste Prioritäten genannt.

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Die Studie zeigt: Unternehmen nehmen Cybersicherheit zunehmend ernst – mit besseren Plänen, Schulungen und höheren Budgets. Dennoch bleiben Bedenken, ob die Wirtschaft insgesamt für großflächige Angriffe gerüstet ist. Firmen setzen weiterhin auf Verschlüsselung und KI als zentrale Bausteine ihrer Verteidigungsstrategien.

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