Buschfeld in Solingen: Umwidmung von Wohnbau- zu Freifläche polarisiert Bezirksrat
Jacob FiebigBuschfeld in Solingen: Umwidmung von Wohnbau- zu Freifläche polarisiert Bezirksrat
Der Planungsausschuss des Bezirksrats hat einen Vorschlag unterstützt, das Gebiet Buschfeld in Solingen umzuwidmen. Die Neuregelung würde die bisherige Einstufung als potenzielles Wohnbau-Reservegebiet in Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche ändern. Die endgültige Entscheidung steht nun noch aus und muss vom gesamten Bezirksrat gebilligt werden.
Die Empfehlung zur Umwidmung von Buschfeld fand im Ausschuss breite Zustimmung. Allerdings stimmten die Fraktion von FDP/Freie Wähler sowie ein SPD-Vertreter aus Wuppertal dagegen. Sie argumentierten, dass die Änderung Solingens künftige Wachstumsmöglichkeiten einschränken würde.
Gegen die Umwidmung hatte sich bereits während der Anhörungen Widerstand geregt. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich zuvor gegen den Vorschlag ausgesprochen. Befürworter betonen hingegen die Bedeutung des Erhalts von Freiflächen und Ackerland in der Region.
Die Debatte spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in Solingen über die Prioritäten der Flächennutzung wider. Auf der einen Seite wird der Schutz von Landschaften und Agrarzonen vorangetrieben, auf der anderen Seite fordern einige, dass ausreichend Flächen für Wohnraum und wirtschaftliche Entwicklung verfügbar bleiben müssen.
Das letzte Wort bei der Umwidmung von Buschfeld hat der gesamte Bezirksrat. Bei einer Zustimmung würde das Gebiet voraussichtlich nicht mehr als potenzielles Wohnbau-Reservegebiet im Regionalplan Düsseldorf ausgewiesen. Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflussen, wie Solingen künftig Entwicklung und Naturschutz in Einklang bringt.






