Bundeswehr startet große Militärübung mit Drohnen und Platzmunition in Mönchengladbach
Jacob FiebigBundeswehr startet große Militärübung mit Drohnen und Platzmunition in Mönchengladbach
Einwöchige Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine einwöchige Militärübung der Bundeswehr statt. Das Manöver wird auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) durchgeführt, einem weitläufigen Areal, das einst Tausende Soldaten beherbergte. Anwohner müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass von der Übung keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht.
An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen und Einsatzabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungs-Szenarien. Trotz des Umfangs der Übung kommt ausschließlich Platzmunition zum Einsatz, sodass keine scharfe Munition verwendet wird.
Das ehemalige JHQ Mönchengladbach erstreckt sich über eine Fläche, die 660 Fußballfeldern entspricht. In seiner Blütezeit umfasste die Anlage über 1.400 Wohneinheiten und 980 Kasernengebäude. Obwohl das Gelände in den letzten drei Jahren weder militärisch noch zivil genutzt wurde, dient es weiterhin als Übungsort für Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams.
Laut Angaben sind an der dieswöchigen Übung keine weiteren Organisationen beteiligt. Die Bundeswehr betont, dass es sich ausschließlich um eine Überprüfung der Einsatzbereitschaft und Koordination handelt.
Die Übung dauert sieben Tage, wobei im Rahmen der Ausbildung mit lauten Knallgeräuschen zu rechnen ist. Die Behörden haben die Bevölkerung versichert, dass von dem Manöver keine Bedrohung ausgeht. Trotz jahrelanger Inaktivität bleibt das ehemalige JHQ-Gelände ein zentraler Standort für groß angelegte Simulationen.