19 March 2026, 20:29

Bochum plant Taxi-Revolution: Flexible Preise gegen Uber-Konkurrenz

Pferdewagen mit zwei Personen im Hintergrund mit Bäumen und Text "eine Fahrt in die Stadt" unten.

Bochum plant Taxi-Revolution: Flexible Preise gegen Uber-Konkurrenz

Bochum überdenkt seinen Umgang mit dem anhaltenden Konflikt zwischen traditionellen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber. Statt strengere Kontrollen einzuführen, könnte die Stadt nun flexiblere Preismodelle für Taxis prüfen, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Kehrtwende folgt auf jahrelange Debatten über Tarifregulierungen und Marktgerechtigkeit.

Seit 2023 liegt der politische Fokus in Bochum auf dem Schutz der lokalen Taxibranche. Der Stadtrat verschärfte 2024 die Obergrenzen für Beförderungsentgelte, um traditionelle Anbieter vor Konkurrenz abzusichern. Die Nachbarstadt Essen ging hingegen einen anderen Weg und erlaubte ab 2025 unter kommunaler Aufsicht dynamische Preise für Fahrdienst-Apps.

Die Freien Demokraten (FDP) in Bochum sprechen sich gegen eine "Dämonisierung" der Fahrdienstvermittler aus. Léon Beck, Vorsitzender des lokalen FDP-Verbands, schlug vor, dass Taxis selbst flexiblere Preismodelle einführen könnten – etwa durch günstigere Tarife oder vorab vereinbarte Festpreise. Die Partei könnte diese Änderungen bald mit einer offiziellen Petition vorantreiben.

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Die Bochumer Stadtverwaltung zeigt sich offen für Anpassungen der Taxivorschriften, sofern die Branche darin einen sinnvollen Ansatz sieht. Um mögliche Optionen auszuloten, hat die Stadt ein Gutachten zu einem neuen Tarifmodell in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet.

Die geplanten Änderungen könnten den Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrdienst-Apps in Bochum neu gestalten. Falls umgesetzt, könnte eine flexiblere Preisgestaltung einen Kompromiss zwischen starren Tarifobergrenzen und dynamischen App-Preisen bieten. Das Gutachten wird zeigen, ob ein solches Modell für die lokalen Anbieter praktikabel ist.

Quelle