Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan
Gerhart HenckBergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan
Bergisch Gladbach erweitert Inklusionsbeirat auf dreizehn Mitglieder und stärkt lokale Teilhabe
Der Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach ist von neun auf dreizehn Sitze gewachsen und bindet damit neue Stimmen in die Gestaltung der kommunalen Politik ein. Der überarbeitete Aktionsplan zur Inklusion, der nun in verständlicherer Sprache verfasst ist, soll in Kürze den städtischen Entscheidungsgremien zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden. Zudem hat der Beirat eine neue Führung gewählt, die seine Arbeit künftig leiten wird.
Erstmals sind in dem erweiterten Gremium auch Vertreter:innen mit Lernbehinderungen vertreten. Bisher setzten sich acht Mitglieder – unterstützt von Organisationen wie dem BVST, der Diakonie, dem Caritasverband, dem Migrant:innenbeirat und Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderungen – für die Erarbeitung des ursprünglichen Aktionsplans 2021–2025 ein.
Auf seiner letzten Sitzung wählte der Beirat einstimmig Katharina Kaul von der Katholischen Jugendagentur zur neuen Vorsitzenden. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule. Bürgermeister Marcel Kreutz dankte allen Beteiligten und bezeichnete ihre Arbeit als "entscheidend für die Entwicklung der Stadt".
Darüber hinaus entsandte der Inklusionsbeirat Vertreter:innen in zentrale Ausschüsse des Stadtrats. Damit soll sichergestellt werden, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen künftig direkt in kommunale Entscheidungsprozesse einfließen. Der überarbeitete und nun leichter verständliche Aktionsplan wird zunächst im Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) beraten, bevor der Stadtrat endgültig darüber abstimmt.
Mit dem erweiterten Beirat, neuer Führung und breiterer Repräsentation will die Gruppe ihren überarbeiteten Aktionsplan vorantreiben, um Inklusion noch stärker in der Politik Bergisch Gladbachs zu verankern. Durch die gestiegene Legitimation ihrer Empfehlungen dürften diese in den anstehenden Debatten mehr Gewicht erhalten. Die finale Zustimmung des Stadtrats wird über die nächsten Umsetzungsschritte entscheiden.






