Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Anika ThiesAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Bei termingerechter Fertigstellung könnte der Park zudem dazu beitragen, die Abfallgebühren für die ansässige Bevölkerung zu senken.
Die Deponie wurde 2001 geschlossen und hat sich im Laufe der Jahre ungleichmäßig gesetzt. Dadurch ist das Gelände für die meisten Bauvorhaben ungeeignet, für eine Solaranlage jedoch ideal. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektleitung mit dem Ziel, den Solarpark bis Mitte 2025 in Betrieb zu nehmen, um staatliche Förderfristen einzuhalten.
Das Gelände befindet sich im gemeinsamen Besitz des Kreises Borken und der Stadt Ahaus. Zudem prüfen die Verantwortlichen die Möglichkeit, dort großtechnische Energiespeicher zu errichten. Diese könnten überschüssigen Windstrom zwischenspeichern und so die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region weiter stärken.
Ähnliche Projekte wurden in Nordrhein-Westfalen bereits umgesetzt. In den vergangenen fünf Jahren entstanden auf ehemaligen Deponien in Marl und Gelsenkirchen Solarparks. Das Vorhaben in Ahaus-Alstätte folgt diesem Trend und verwandelt eine seit 25 Jahren geschlossene Mülldeponie in einen produktiven Energiestandort.
Der Solarpark könnte zudem die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie ausgleichen. Gelingt das Projekt, könnte dies langfristig zu niedrigeren Abfallentsorgungsgebühren für die Haushalte in der Region führen. Es ist ein weiterer Schritt, um alte Industrieflächen für die grüne Energiegewinnung neu zu nutzen.