28 April 2026, 02:29

Architektur-Studierende in Wuppertal kämpfen um ihren bedrohten Studiengang

Schwarz-weißes Architekturzeichnung eines mehrfenstrigen Schulgebäudes auf Papier mit begleitendem Text.

Architektur-Studierende in Wuppertal kämpfen um ihren bedrohten Studiengang

Studierende der Architektur an der Bergischen Universität Wuppertal haben gegen die Pläne protestiert, ihren Studiengang abzuschaffen. Fast 100 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am 28. Oktober 2025 und legten ihre Entwürfe und Modelle entlang der Bundesallee aus – als symbolisches Mahnmal für das, was sie zu verlieren fürchten. Die Schließung ist Teil umfassender Sparmaßnahmen, die das Land Nordrhein-Westfalen plant.

Die Kostensenkungspläne des Landes gefährden die Zukunft des Architekturstudiengangs. Bei einer Schließung würden Professuren gestrichen und das Lehrangebot reduziert. Den rund 500 derzeit eingeschriebenen Studierenden wurde zwar zugesichert, ihr Studium in Wuppertal abschließen zu können, doch Neuaufnahmen würden voraussichtlich eingestellt.

Die Studierenden kritisieren, dass die Universität sie nicht offiziell über die Einstellung des Studiengangs informiert habe. Viele fragen sich, warum ausgerechnet ihr Fachbereich so drastisch gekürzt wird, und argumentieren, dass die Entscheidung die Lehrqualität untergräbt und die gesellschaftliche Relevanz der Architektur schwächt. Johanna Teichmann, Sprecherin der Studierendengruppe fundament.tal, warf der Landesregierung vor, Sparziele über die Bildung zu stellen.

Der Protest erhält Unterstützung von Lehrenden, die sich hinter die Demonstration der Studierenden stellen. Gleichzeitig hat der Senat der Universität Bedenken hinsichtlich der weiteren Auswirkungen der Sparpolitik auf die Hochschullandschaft geäußert. Lokale Medien wie Studios NRW und die Lokalzeit Bergisches Land berichteten sowohl über die Proteste als auch über die finanziellen Schwierigkeiten der Universität.

Die Demonstration macht die wachsenden Spannungen um die Förderentscheidungen des Landes deutlich. Zwar können die aktuellen Studierenden ihr Studium abschließen, doch die Zukunft des Studiengangs bleibt ungewiss. Die Universität steht nun unter Druck, sowohl die finanziellen Zwänge als auch die Sorgen der Architekturfakultät zu adressieren.

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