Alkohol am Steuer: Zwei E-Scooter-Fahrer im Kreis Lippe schwer verletzt
Anika ThiesAlkohol am Steuer: Zwei E-Scooter-Fahrer im Kreis Lippe schwer verletzt
Zwei E-Scooter-Fahrer im Kreis Lippe bei Alkoholunfällen verletzt
Am Montagabend sind zwei E-Scooter-Fahrer im Kreis Lippe bei getrennten Unfällen verletzt worden. In beiden Fällen standen die Fahrer unter Alkoholeinfluss und hielten sich weder an die gesetzlichen Versicherungspflichten noch an die vorgeschriebenen Kontrollen.
In Lemgo verunglückte ein 68-jähriger Mann gegen 16:30 Uhr mit seinem E-Scooter. Er verweigerte einen Alkoholtest und verfügte nicht über das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen. Später, in Detmold, stürzte ein 50-jähriger Fahrer um 21:45 Uhr aufgrund eines Fahrfehlers. Sein 46-jähriger Mitfahrer blieb unverletzt, doch auch der Fahrer weigerte sich, einen Alkoholtest abzulegen, und besaß ebenfalls kein Versicherungskennzeichen.
Nach deutschem Recht gelten E-Scooter als Kraftfahrzeuge und unterliegen daher denselben Alkoholgrenzen wie Autos. Für die meisten Fahrer drohen ab 0,5 Promille Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote. Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat. Für Fahrer unter 21 Jahren oder in der Probezeit gilt eine Null-Promille-Grenze.
Zusätzlich gelten für E-Scooter weitere Regeln: Das Fahren auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen ist verboten. Fehlt ein Radweg, müssen die Fahrer die Straße nutzen. Jeder E-Scooter benötigt eine gültige Versicherungsplakette, die jährlich erneuert werden muss, und darf nur eine Person befördern.
Die Unfälle zeigen die rechtlichen Risiken, die mit dem Fahren unter Alkoholeinfluss einhergehen. Verstöße gegen Versicherungs- und Alkoholvorschriften können zu empfindlichen Strafen führen – bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Beide Vorfälle werden derzeit von den örtlichen Behörden untersucht.
