17 March 2026, 00:29

50 Jahre nach dem Diebstahl: Tourist gibt gestohlenen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurück

Ein Plakat einer Frau in traditioneller bayrischer Tracht, die zwei Bierkrüge hält und strahlt, mit Text und einem weißen Hintergrund.

50 Jahre nach dem Diebstahl: Tourist gibt gestohlenen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurück

Ein englischsprachiger Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Diebstahl einen gestohlenen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurückgegeben. In einem Begleitschreiben gestand der Mann, den Maßkrug 1976 "versehentlich" eingesteckt und nie dafür bezahlt zu haben. Zusammen mit dem Krug schickte er 20 Euro als verspätete Entschädigung.

In seinem Brief erklärte der Tourist, er habe stets gewusst, dass der Krug nicht sein Eigentum sei. Nach einem halben Jahrhundert entschied er sich nun zur Rückgabe – inklusive einer kleinen finanziellen Wiedergutmachung. Das Hofbräuhaus bestätigte, dass solche Fälle regelmäßig vorkommen: etwa drei- bis viermal pro Jahr erhalten sie Briefe mit Geld oder zurückgeschickten Krügen.

Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 1.400 gestohlene Krüge physisch zurückgegeben, während für weitere 600 eine finanzielle Entschädigung gezahlt wurde. Die 20 Euro aus diesem Fall fließen in die Wohltätigkeitsinitiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftigen Kindern in der Stadt hilft. Das Hofbräuhaus erfasst nicht, wie viele Krüge insgesamt abhandenkommen, da beschädigte Stücke sofort aussortiert und Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Dies ist nicht der erste Fall einer spät erfolgten Rückgabe: 2020 schickte eine Amerikanerin einen 55 Jahre zuvor aus dem Biergarten Platzl entwendeten Krug zurück.

Der zurückgegebene Maßkrug wird nun wieder Teil der Hofbräuhaus-Sammlung. Durch die Spende kommt das Geld bedürftigen Kindern in München zugute. Solche Vorfälle zeigen, wie gestohlene Gegenstände mitunter erst Jahrzehnte später wieder auftauchen.

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